Deutsch-Italienische Gesellschaft Bielefeld © Jürgen Adam
Rundschreiben Info-Brief – September 2020 Liebe Mitglieder und Freunde der DIG, sehr geehrte Damen und Herren! Wir   hoffen,   Sie   alle   haben   die   Sommermonate   gut   und   vor   allem   gesund   überstanden!   Nach   der langen,    durch    die    Corona-Pandemie    bedingten    Zwangspause    beginnt    im    Oktober    wieder    das Veranstaltungshalbjahr   der   DIG.   Die   in   diesem   Frühjahr   ausgefallenen   Veranstaltungen,   darunter vor   allem   auch   die   Autorenlesung   mit   Petra   Reski,   werden   wir   im   Frühjahr   2021   nachholen. Zunächst   aber   wollen   wir   –   der   vieljährigen   Tradition   folgend   –   die   neue   Veranstaltungssaison wieder mit einem musikhistorischen Thema eröffnen. Am Mittwoch, dem 07.10.2020, um 19.00 Uhr im Historischen Saal der VHS Bielefeld wird Frau Prof. Dr. Sabine Sonntag aus Hannover zum Thema In fernem Land, unnahbar euren Schritten zu   uns   sprechen   und   uns   mit   ihrer   lebhaften   Art   des   Vortrags   sowie   zahlreichen   Musikbeispielen begeistern. Inhaltlich geht es dieses Mal um Folgendes: Im   19.   Jahrhundert   nach   Fernost   reisen,   das   konnten   nur   wenige.   Die   Europäer   hatten   eher   vage Vorstellungen   von   Japan   oder   Indien.   Aber   der   Drang,   das   eigene   Gesichtsfeld   auszuweiten,   war groß.   Ein   paar   Abenteurer   brachen   um   1850   auf,   um   ferne   Länder   zu   erkunden.   Was   sie   dort erlebten,    schrieben    sie    auf,    und    über    solch    reich    ausgeschmückte    Erlebnisromane    voller exotischem Flair kam das Ferne nach Paris, Mailand, London und Berlin. Und   es   kam   auf   die   Schreibtische   der   Komponisten,   die   selbst   nie   im   indischen   Dschungel   waren oder   vor   einem   chinesischen   Buddha   gestanden   haben.   Mit   einer   Mischung   aus   authentischer indischer   oder   chinesischer   Musik,   die   man   sich   per   Notenmaterial   beschaffen   konnte,   und   ganz viel   Imagination   machten   sich   Komponisten   wie   Verdi,   Meyerbeer   und   Puccini   daran,   das   Ferne zu   „erfinden“.   Werke   wie   die   Aida,   Lakmé,   Turandot   oder   Madame   Butterfly   machen   die   andere Welt    hörbar.    Mit    welchen    Mitteln    den    Komponisten    dies    gelang,    das    ist    Thema    von    Sabine Sonntags Vortrag. Wenn   Aida   am   Nil   ihren   Geliebten   erwartet   oder   Madame   Butterfly   erscheint,   dann   klingt   es   uns „fremd   vorm   Ohr“.   Warum,   das   wird   zu   untersuchen   sein.   Der   Exotismus   ist   eine   interessante Gattung   der   Kulturgeschichte   und   damit   auch   der   Musikwissenschaft.   Wie   immer   bei   Sabine Sonntags Vorträgen gibt es zahlreiche Musik- und Videobeispiele. Die   Hygienevorschriften    sehen   es   vor,   dass   alle Teilnehmenden   einen   Mund-Nasen-Schutz   tragen und   sich   vorher   mit   ihrem   Namen,   ihrer   Anschrift   sowie   ihrer   Telefonnummer   erfassen   lassen müssen.    Deshalb    bitten    wir    Sie,    sich    unbedingt    vor     der    Veranstaltung    bei    unserem Schriftführer   Herrn   Jürgen   Adam,   Treptower   Str.   50,   33619   Bielefeld,   Tel.   0521/101517,   Mail: adam.digbielefeld@t-online.de ,   anzumelden .   Auf   diese   Weise   können   wir   uns   auch   am   Abend selber   das   aufwendige   und   zeitraubende Ausfüllen   von   personalisierten   Präsenzlisten   ersparen.   Im Historischen   Saal   der   VHS   ist   genügend   Platz,   um   zwischen   den   Stühlen   den   obligatorischen Mindestabstand   herzustellen.   Durch   die   geöffneten   Fenster   wird   für   genügend   Frischluft   während des Vortrags gesorgt sein. Der Literaturkreis „Italienische Literatur gemeinsam entdecken – Lektüre und Gespräche in deutscher Sprache˝“ trifft sich bereits am Montag, 05.10.2020, um 15:00 Uhr im Raum 107 der VHS Bielefeld. Thema ist der Roman „Meine Mutter ist ein Fluss“ von Donatella Di Pietrantonio. „Meine   Mutter   ist   ein   Fluss.   Ein   Fluss   waren   ihre   dunklen,   feinen   Haare,   die   zu   beiden   Seiten   ihr Gesicht   umstömten,   wellige   Kaskaden   über   der   Brust,   wenn   sie   sie   abends   kämmte,   nach   all   der Arbeit.“ Eine   Tochter   betrachtet   ihre   Mutter.   Sie   droht   ihr   zu   entgleiten,   denn   das   Alter   frisst   an   ihren Erinnerungen,   verändert   ihre   Persönlichkeit.   Wie   sie   wiederfinden,   wie   Frieden   schließen   mit   den alten   Verletzungen,   dem   Mangel   an   Worten,   der   ungestillten   Sehnsucht   nach   Nähe   und   Zärt - lichkeit? Geschichten   sind   eine   Brücke.   Und   so   beginnt   die   erwachsene   Tochter,   die   ein   ganz   anderes   Leben führt,   der   Mutter   deren   eigenen   Geschichte   zu   erzählen:   die   einer   armen   Bauernfamilie   in   den Abruzen,   in   der   die   Männer   als   Wanderarbeiter   in   die   Fremde   gingen,   während   die   Frauen   die kargen   Felder   bestellten,   für   das   Überleben   sorgten.   In   der   die   harte   Arbeit   keinen   Platz   für Gefühle ließ, nicht mal für die Liebe zum eigenen Knd. In   einer   Sprache   von   eindringlicher   Poesie   erzählt   Donatella   Di   Pietrantonio   in   ihrem   mehrfach preisgekrönten    Debütroman    die    bewegende    Geschichte    einer    Versöhnung    und    entführt    uns zugleich in das unbekannte, archaische Itaien der Abruzzen. (Klappentext) Wir hoffen auf Ihr Interesse und freuen uns auf ein gesundes Wiedersehen im neuen Jahr! Herzliche Grüße / cordiali saluti Dr. Frank Duwe und das Vorstandsteam Frank Duwe Beethovenstr. 33 33604 Bielefeld Tel. 0521/24338 email: duwe-bielefeld@t-online.de  
Deutsch-Italienische Gesellschaft Bielefeld © Jürgen Adam
Rundschreiben Info-Brief – September 2020 Liebe Mitglieder und Freunde der DIG, sehr geehrte Damen und Herren! Wir       hoffen,       Sie       alle       haben       die Sommermonate   gut   und   vor   allem   gesund überstanden!   Nach   der   langen,   durch   die Corona-Pandemie                         bedingten Zwangspause   beginnt   im   Oktober   wieder das   Veranstaltungshalbjahr   der   DIG.   Die in       diesem       Frühjahr       ausgefallenen Veranstaltungen,   darunter   vor   allem   auch die     Autorenlesung     mit     Petra     Reski, werden   wir   im   Frühjahr   2021   nachholen. Zunächst      aber      wollen      wir      –      der vieljährigen   Tradition   folgend   –   die   neue Veranstaltungssaison    wieder    mit    einem musikhistorischen Thema eröffnen. Am Mittwoch, dem 07.10.2020, um 19.00 Uhr im Historischen Saal der VHS Bielefeld wird Frau Prof. Dr. Sabine Sonntag aus Hannover zum Thema In fernem Land, unnahbar euren Schritten zu     uns     sprechen     und     uns     mit     ihrer lebhaften      Art      des      Vortrags      sowie zahlreichen    Musikbeispielen    begeistern. Inhaltlich      geht      es      dieses      Mal      um Folgendes: Im   19.   Jahrhundert   nach   Fernost   reisen, das    konnten    nur    wenige.    Die    Europäer hatten   eher   vage   Vorstellungen   von   Japan oder   Indien.   Aber   der   Drang,   das   eigene Gesichtsfeld   auszuweiten,   war   groß.   Ein paar   Abenteurer    brachen    um    1850    auf, um    ferne    Länder    zu    erkunden.    Was    sie dort   erlebten,   schrieben   sie   auf,   und   über solch              reich              ausgeschmückte Erlebnisromane    voller    exotischem    Flair kam    das    Ferne    nach    Paris,    Mailand, London und Berlin. Und    es    kam    auf    die    Schreibtische    der Komponisten,   die   selbst   nie   im   indischen Dschungel      waren      oder      vor      einem chinesischen    Buddha    gestanden    haben. Mit    einer    Mischung    aus    authentischer indischer    oder    chinesischer    Musik,    die man    sich    per    Notenmaterial    beschaffen konnte,      und      ganz      viel      Imagination machten    sich    Komponisten    wie    Verdi, Meyerbeer   und   Puccini   daran,   das   Ferne zu     „erfinden“.     Werke     wie     die     Aida, Lakmé,   Turandot   oder   Madame   Butterfly machen     die     andere     Welt     hörbar.     Mit welchen    Mitteln    den    Komponisten    dies gelang,     das     ist     Thema     von     Sabine Sonntags Vortrag. Wenn     Aida     am     Nil     ihren     Geliebten erwartet        oder        Madame        Butterfly erscheint,   dann   klingt   es   uns   „fremd   vorm Ohr“.   Warum,   das   wird   zu   untersuchen sein.   Der   Exotismus   ist   eine   interessante Gattung   der   Kulturgeschichte   und   damit auch   der   Musikwissenschaft.   Wie   immer bei    Sabine    Sonntags    Vorträgen    gibt    es zahlreiche Musik- und Videobeispiele. Die    Hygienevorschriften     sehen    es    vor, dass    alle    Teilnehmenden    einen    Mund- Nasen-Schutz   tragen   und   sich   vorher   mit ihrem   Namen,   ihrer   Anschrift   sowie   ihrer Telefonnummer    erfassen    lassen    müssen. Deshalb    bitten    wir    Sie,    sich    unbedingt vor      der     Veranstaltung     bei     unserem Schriftführer      Herrn      Jürgen      Adam, Treptower   Str.   50,   33619   Bielefeld,   Tel. 0521/101517,   Mail:   adam.digbielefeld@t- online.de ,   anzumelden .   Auf   diese   Weise können   wir   uns   auch   am Abend   selber   das aufwendige    und    zeitraubende    Ausfüllen von         personalisierten         Präsenzlisten ersparen.   Im   Historischen   Saal   der   VHS ist    genügend    Platz,    um    zwischen    den Stühlen              den              obligatorischen Mindestabstand    herzustellen.    Durch    die geöffneten    Fenster    wird    für    genügend Frischluft   während   des   Vortrags   gesorgt sein. Der Literaturkreis „Italienische Literatur gemeinsam entdecken – Lektüre und Gespräche in deutscher Sprache˝“ trifft sich bereits am Montag, 05.10.2020, um 15:00 Uhr im Raum 107 der VHS Bielefeld. Thema ist der Roman „Meine Mutter ist ein Fluss“ von Donatella Di Pietrantonio. „Meine    Mutter    ist    ein    Fluss.    Ein    Fluss waren   ihre   dunklen,   feinen   Haare,   die   zu beiden     Seiten     ihr     Gesicht     umstömten, wellige   Kaskaden   über   der   Brust,   wenn sie    sie    abends    kämmte,    nach    all    der Arbeit.“ Eine   Tochter   betrachtet   ihre   Mutter.   Sie droht    ihr    zu    entgleiten,    denn    das    Alter frisst    an    ihren    Erinnerungen,    verändert ihre   Persönlichkeit.   Wie   sie   wiederfinden, wie     Frieden     schließen     mit     den     alten Verletzungen,   dem   Mangel   an   Worten,   der ungestillten    Sehnsucht    nach    Nähe    und Zärt lichkeit? Geschichten    sind    eine    Brücke.    Und    so beginnt   die   erwachsene   Tochter,   die   ein ganz    anderes    Leben    führt,    der    Mutter deren   eigenen   Geschichte   zu   erzählen:   die einer      armen      Bauernfamilie      in      den Abruzen,      in      der      die      Männer      als Wanderarbeiter    in    die    Fremde    gingen, während    die    Frauen    die    kargen    Felder bestellten,   für   das   Überleben   sorgten.   In der    die    harte    Arbeit    keinen    Platz    für Gefühle   ließ,   nicht   mal   für   die   Liebe   zum eigenen Knd. In     einer     Sprache     von     eindringlicher Poesie   erzählt   Donatella   Di   Pietrantonio in       ihrem       mehrfach       preisgekrönten Debütroman    die    bewegende    Geschichte einer      Versöhnung      und      entführt      uns zugleich    in    das    unbekannte,    archaische Itaien der Abruzzen. (Klappentext) Wir   hoffen   auf   Ihr   Interesse   und   freuen uns    auf    ein    gesundes    Wiedersehen    im neuen Jahr! Herzliche Grüße / cordiali saluti Dr. Frank Duwe und das Vorstandsteam Frank Duwe Beethovenstr. 33 33604 Bielefeld Tel. 0521/24338 email: duwe-bielefeld@t-online.de